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Teil 8 Siebgewebe
Welche verschiedenen Siebdruckgewebe gibt es und worin liegen die Unterschiede?
Zunächst muss geklärt werden, was eigentlich mit den verschiedenen Gewebetypen, wie z.B. einem "43er" oder "80er"überhaupt gemeint ist. Wichtig ist hier, dass in der Industrie oft von "Meshcount" gesprochen wird. International wird die Feinheit (Meshcount) im imperialen Maßsystem angegeben. Im europäischen Raum wird dagegen teilweise mit dem metrischen Maßsystem gearbeitet.
Warum ist das jetzt so wichtig? Du sollst genau wissen, welches Gewebe Du für welchen Bedruckstoff brauchst. Oft gibt es hier Verwirrungen, weil mal die Rede von einem 110 und mal von einem 43 Gewebe ist, aber genau die gleiche Feinheit gemeint ist.
Also der Reihe nach: Die Zahl vor dem Gewebe beschreibt die Feinheit des Siebs. Ist z.B. von einem 43 110-80 PWT die Rede, bedeutet dies, dass es sich um Gewebe mit 43 Fäden pro Zentimenter Gewebe handelt. 110 beschreibt den imperialen "Meshcount", also 110 Maschen pro Inch. Für uns zählen aber nur die 43 Fäden pro cm. Je niedriger dieser Wert ist, desto gröber ist das Gewebe. Also aufpassen beim Kauf von Gewebe. Bei Auktionsbörsen findet man z.B. oft Gewebe, das als 120er deklariert ist. Tatsächlich handelt es sich dann aber um 48 Fäden/cm, nicht um 120 Fäden/cm, sondern 120er Meshcount (120 Maschen pro Inch) In unserem Beispiel 43 110-80 steht die 80 für den Fadendurchmesser im Mikrometer. Dabei stehen die Buchstaben für folgendes: PW (plain weave) einfach gewebt, T (Thick).
Grundsätzlich musst Du beachten, dass je niedriger die Fadenzahl pro cm, desto höher ist der Farbauftrag auf Deinem Bedruckstoff. Ein hoher Farbauftrag auf nicht saugenden Flächen macht wenig Sinn. So muss bei Metallen, Glas oder anderen glatten Flächen ein feineres Sieb eingesetzt werden. Beim einfachen Textildruck kommen Gewebetypen von 24 - 80T zum Einsatz. Aber auch hier können mit feineren Sieben auch Rasterdrucke erstellt werden. Wir empfehlen erste Tests mit unseren bereits bespannten Siebdruckrahmen.
Weißes und gelbes Gewebe, wo ist der Unterschied?
Der Unterschied wird bei der Belichtung deutlich. Weißes Gewebe erzeugt beim Belichten ein Streulicht, das Dein Motiv unterstrahlen kann. Es kann dadurch zu schlechteren Ergebnissen kommen, wenn mit Rastern und sehr feinen Linien gearbeitet wird. Hier geht es dann aber um Präzision, die in der Industrie oft unabdingbar ist. Für uns ist das allerdings weniger wichtig. Du erreichst auch mit weißem Gewebe top Ergebnisse! Setzt Du gelbes Gewebe ein, wird die Unterstrahlung verringert, dafür die Belichtungszeit erhöht.
Weitere Informationen und das passende Siebgewebe für Deine Anwendung findest Du auf unserer Seite zum Siebdruckgewebe

