Adobe Photoshop Vintage-Tutorial: Ein einfacher Vintage-Effekt für Logos & Schriftzüge

28.01.2014 12:01

Ein wenig haben wir uns mit vorherigen Tutorial an diverse Stencil & Vintage-Looks herangetastet, und nun will ich Euch mit einem schnellen & einfachen Handgriff in Photoshop zeigen, wir Ihr diese Looks Stil-mässig abrunden könnt.

I.) Wählt Euer Artwork

Als Erstes müsst Ihr natürlich ein Objekt/Bild/Stencil aussuchen, welchem Ihr anschließend Euren Vintage-Look verleihen wollt. Ich habe für das Tutorial ein einfaches Retro-Logo erstellt. Solche erstellt Ihr am Besten in Illsutrator (d.h. als Vektor), da Ihr so garantiert ein scharfes Bild mit ausreichend hoher Auflösung bekommt. Dies ist wichtig, damit Ihr am Ende eine Euer Motiv ohne Probleme (Detailverlust, Unschärfe/Verpixelung, usw.) auf eine Folie zum Belichten drucken könnt.

II.) Die Verarbeitung in Photoshop

Importiert Euer Motiv nun in Adobe Photoshop. Erstellt dazu eine neue Datei & legt diese direkt mit Din-A3-Werten an, sodass Ihr sie später bereits in druckfertiger Größe habt.

Kopiert Euer Motiv aus Illustrator und fügt es per STRG+V in Photoshop ein. Wählt anschließend (im erscheinenden Menü) die Option „Smartobjekt“ als Einfüg-Methode. Anschließend erstellt ihr eine Hintergrund-Ebene, die ihr über das „Füllwerkzeug“ (G) mit Schwarz füllt. Nun klickt Ihr doppelt auf die Ebene des zuvor eingefügten „Smartobjekts“, wodurch Ihr dann in der Lage seid, den sogenannten „Ebenen-Stil“ zu bearbeiten. Klickt hier aus „Farbüberlagerung“ und wählt Weiß als Farbe aus. Dies sorgt dafür, dass euer eingefügtes Vektor-Motiv nun eine weiße Füllfläche besitzt.

Nun erstellen wir eine neue Gruppe, nennen diese „Effekt“ und verschieben unser Motiv sowie die schwarze Hintergrundebene in die neue Gruppe. Danach muss diese in ein „Smartobjekt“ umgewandelt werden, um alle darin enhaltenen Pixel mit Effekten zu versehen. Dazu klickt Ihr unter Ebene->Smartobjekte auf „In Smartobjekt konvertieren“.

Jetzt wenden wir die ersten Effekte an: Klickt unter Filter->Weichzeichnungsfilter auf „Gaußscher Weichzeichner“ und wendet diesen mit einem Radius von 4 - 10 an, je nachdem wie groß (wie viele DPI) Euer Motiv ist. Es sollte am Ende ungefähr so unscharf aussehen, wie auf Screenshot.

Wir wollen nun den eben angewandten Weichzeichnungsfilter nutzen, um das Aussehen unseres Logos ein wenig abzuwandeln & ihm eine rundere, fließendere Form zu geben. Erstellt eine neue Einstellungsebene und wählt für diese die Option „Tonwertkorrektur“. Die Werte der neuen Einstellungsebene könnt Ihr bearbeiten, indem Ihr sie direkt im Ebenentab anklickt. Verschiebt hier die beiden äußeren Regler immer weiter ins Zentrum des Graphen und beobachtet dabei, wie der Weichzeichnungseffekt langsam verschwindet und die Kanten des Motivs schärfer werden. Verschiebt sie, bis euer Motiv ordentlich & abgerundet zu erkennen ist.

Im Finalen Schritt soll nun der Vintage-Look erzeugt werden. Hierzu erstellt Ihr eine neue Ebene, welche über allen bisherigen liegen muss. Anschließend ladet ihr diverse Brush-Sets in euer Programm, um mit diesen euer Motiv zu gestalten. Sogenannte „Brushes“ sind Pinsel-Vorlagen, die Ihr mit Eurem Pinsel-Werkzeug (P) in ein Bild hinein setzen könnt. Ich habe Euch hier einige Links herausgesucht, unter denen Ihr ein paar wirklich schöne und ausdrucksstarke Brush-Sets findet, welche Ihr kostenlos benutzen könnt.

Links:
I) http://ipnotika.deviantart.com/art/grunge-brushes-2-122618043
II) http://dribbble.com/shots/348828-Noise-effects-PS-brushes-attached?list=searches&tag=grunge_brushes
III) http://www.brusheezy.com/brushes/1176-high-res-dirt-brush-set

Mit eurem Pinsel-Werkzeug ausgewählt, könnt Ihr mit ein paar Klicks im Pinsel-Menü die Brushes (.abr-Datein) in das Programm laden & verwenden. Wählt Schwarz als Eure Vordergrundfarbe und verteilt die Brushes gleichmässig in der neuen Ebene, sodass Ihr nach und nach das „veraltete“ Aussehen des Motivs erreicht. Seid ihr zufrieden, kann das Bild gespeichert werden. Wollt Ihr nun eine Folie bedrucken, müssen jedoch noch die Farben invertiert werden (Schwarz zu Weiß & Weiß zu Schwarz), damit die Belichtung genau das Relustat liefert, welches Ihr in Photoshop seht.

Viel Spaß beim Ausprobieren!
Euer Johannes