Siebdruck auf Leder

11.02.2014 09:03

Seit ein paar Wochen haben wir hier eine kleine Box mit Lederresten stehen und da kam uns natürlich gleich die Idee, darauf mal zu drucken.

Generell hat Leder natürlich den Nachteil, dass die Farbe nicht wie bei Textilien in den Stoff sickert und so fixiert wird, was natürlich dazu führen kann, dass die Farbe sich dauerhaft wieder von der Oberfläche lösen kann oder schon beim Drucken unsauber verrutscht oder verschmiert.

Die ersten Ergebnisse sind aber doch ganz gut geworden.

Siebdruck auf Leder mit Wasserfarben funktioniert am besten, wenn ihr in die Farbe einen Härter mischt. Das Problem bei Wasserfarben auf Leder ist nämlich, dass die Farbe sich abrubbeln lässt. Wer seine Ledertasche im Regen trägt, könnte ausserdem das Problem haben, dass sich die Farbe ablöst. Der Härter sorgt dafür, dass die Farbe im wahrsten Sinne des Wortes „aushärtet“. Hundertprozentig kann das aber auf allen Lederoberflächen nicht garantiert werden, also vorab am besten Testen.

Hier ein paar Beispiele mit unserer wasserbasierten Farbe:

Siebdruck auf Leder mit Plastisolfarbe funktionert hingegen besser (Beispiel siehe unten). Vorteil ist hier, dass ihr keinen Härter unter die Farbe mischen müsst. Nach unserem Rubbel- und Wassertest bleibt die Farbe auf dem Lederstück haften. Allerdings muss die Plastisolfarbe wie auch auf anderen Materialien hitzefixiert werden, welches natürlich auf einem Material wie Leder besonders vorsichtig gemacht werden sollte. Wir haben hier einen Heißluftföhn aus dem Baumarkt verwendet.

Es kann durchaus sein, dass sich die Farbe nach einer kurzen Hitzefixierung (circa 1 bis 2 Minuten) noch feucht anfühlt. Sobald die Farbe abgekühlt ist, hält sie aber.

Unser Fazit: Drucken auf Leder funktioniert, allerdings sollte man eher in Richtung Plastisolfarbe planen, um sichere Ergebnisse zu bekommen.

Euer Siebdruckland Team