Tipps & Hinweise zu unserem Starter-Set

12.06.2014 11:42

Mit unseren Siebdruck-Sets kann man viel Freude haben – und sicherlich auch mal einen rauchenden Kopf bekommen, denn wie jedes neue Handwerk gibt’s auch hier für Anfänger ein paar Hürden, die manchmal für Frust sorgen können. Deswegen geben wir dir mit dieser Anleitung ein paar nützliche Tipps, wie du sicher vom Anfang bis zum Ziel – deinem selbstgedruckten Shirt oder Poster! - kommst, ohne das Siebdrucken zu verfluchen.
Also, los geht’s.

1. Was vor dem Drucken zu beachten ist
Generell solltest du alle Komponenten an einem Ort aufbewahren und dir eine kleine Werkstatt oder einen Arbeitsplatz einrichten, welcher auch mal ein paar Farbkleckse und andere Rückstände von kreativer Arbeit vertragen kann. Gleiches gilt für den Boden, denn sei dir sicher, es wird Farbkleckse geben. Falls du total mobil bleiben musst, empfehlen wir dir, im Baumarkt eine Arbeitsmatte für Maler zu kaufen, welche du vor der Arbeit ausrollen kannst, z.b. dann, wenn du dein Set im Badezimmer nutzt und danach immer wieder abbauen musst.

WICHTIG: Achte darauf, dass keine Schmutzpartikel in die Emulsion kommen und bewahre diese stets in einem dunklen Raum auf. Die Beschichtung der Siebe sollte in einem mit Gelblicht beleuchteten Raum stattfinden und niemals unter Tageslicht!


2. Die Beschichtung
Achte darauf, dass die Beschichtungsrinne immer sauber ist und keine ausgehärteten Restbestände von Emulsion an der Rinne kleben. Diese können später bei der Beschichtung für Fehler sorgen. Emulsionsreste mit einem Papiertuch aus der Rinne wischen und den Rest gut mit Wasser ausspülen.



Zum Thema Beschichtung gibt es auch dieses Video:



 

3. Die Belichtung
Bei der Belichtungszeit fährst du mit 3-4 Minuten optimal. Wichtig, und das ist jetzt gaaanz wichtig: Das beschichtete Sieb muss ausgehärtet sein. Du solltest dein noch feuchtes und beschichtetes Sieb mindestens 7-10 Minuten föhnen, alternativ kannst du das Sieb auch zum trocknen über Nacht an einem dunklen Ort in eine Box legen, um wirklich sicher zu gehen.
Ein Rubbeltest am Rand des Siebs mit einem feuchten Finger zeigt dir, ob die Emulsion ausgehärtet ist. Lässt sich die Emulsion abrubbeln ist diese leider noch nicht ausgehärtet.

4. Der Druck
Du arbeitest mit Farbe, deshalb macht es Sinn, dir dafür spezielle Klamotten bereitzuhalten, an welchen du auch mal verschmierte Hände abwischen kannst. Ansonsten freundest du dich besser gleich mit unzähligen Farbflecken an deinen schicken Pullis und Jeans an.
Vor dem Druck richtest du dir deinen Arbeitsplatz ein. Die Farbeimer immer möglichst weit weg von deinen Shirts, Postern oder sonstigen zu bedruckenden Materialien legen. Ein Papierrolle zum Hände abwischen sollte auch in der Nähe sein, alternativ kannst du auch einen Eimer Wasser und ein Handtuch bereithalten. Gummihandschuhe sind nicht Pflicht, machen das Leben aber leichter.

Wenn du auf dunklen Shirts mit heller Farbe druckst, könnte diese Videoanleitung für dich interessant sein. Hier erklärt Sven, worauf du hier achten solltest:

 

5. Generell solltest du beim Drucken immer auf folgendes achten:
Lieber mehr als weniger Farbe auf das Sieb auftragen. Nach dem Druck Sieb anheben und mit dem Rakel fluten, so dass auch im passiven Zustand, also wenn das Sieb gerade „Pause“ hat, stets die Sieböffnungen mit Farbe gefüllt sind. Denn merke: Wasserbasierte Farbe trocknet schnell und verstopft dein Sieb. Also, Sieb immer geflutet halten. Hatten wir bereits erwähnt, oder :)

6. Nach dem Druck
Nach dem Drucken solltest du möglichst zügig dein Sieb reinigen, hier die überschüssige Farbe mit dem Spachtel aus dem Sieb kratzen und wieder zurück in den Behälter kippen. Anschließend das Sieb mit einem Wasserschlauch oder der Duschbrause komplett reinigen, so dass keine Farbe mehr im Sieb hängt. Hier kannst du ruhig etwas Druck machen, beim Wasserschlauch z.b. dadurch, dass du den Daumen auf die Schlauchöffnung hälst und so ein kräftigeren Wasserstrahl erzeugst. Keine Angst, dein Sieb geht dadurch nicht kaputt.

Wir bekommen häufig Fragen, warum sich Farbe nach dem Waschen vom Shirt löst. Generell: Last eure Textilien mindestens 5 Tage an der Luft trocknen.

Folgende Verfahrensweise hat sich bislang bewährt:
Nach dem Drucken Shirt zum trocknen aufhängen, entweder über einen Wäscheständer oder andere Möglichkeiten nutzen.Anschließend die Shirts mit einem Föhn trocknen bis du auch beim Darüberstreichen mit der Hand spürst, dass die Flüssigkeit der Farbe entzogen wurde. Es muss sich trocken anfühlen! Bei weißer Farbe dauert dies länger, da diese die Flüssigkeit nicht so schnell verliert wie z.b. schwarze Farbe

Anschließend das Shirt circa 1,5 Minuten intensiv bügeln. Langsam mit dem Bügeleisen über das Motiv fahren. Hier kann, entgegen allgemeingültiger Meinung, auch rechtsrum gebügelt werden.

Das Shirt vor dem Waschen mindestens 5 Tage trocknen lassen.

Wir hoffen, dass dir diese Tipps bei den ersten Schritten ein wenig helfen und Frust vermeiden. Besuche bitte auch unser Forum oder tausche dich mit anderen Siebdruckern auf unserer Facebook Seite aus.

Viel Spaß und viel Erfolg, dein Team von Siebdruckland!