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Teil 2 Vorbereitung
Vorbereitungen für den SiebdruckWie bereits erwähnt ist es sinnvoll, in einem Kellerraum zu arbeiten. Zum einen wegen entstehendem Schmutz, zum anderen wegen der Belichtung der Siebe, deren Vorbereitung in einem dunklen Raum erfolgen muss. Außerdem vermeidest Du damit Flecken auf Muttis Perserteppich. Sie wird's Dir danken!
Als erstes solltest Du Dein Motiv, dass Du später auf Deinen Untergrund drucken willst, einmal auf Folie drucken. Wenn Du über eines unserer Komplettpakete verfügst, bist Du bereits im Besitz von Transparentfolien für Inkjet Drucker. In unserem Sortiment findest auch Folien für Laserdrucker und Kopierer, sowohl im A3 als auch A4 Format. Auf diese Folie wollen wir nun das Motiv drucken. Als Motiv kommt für den einfarbigen Siebdruck nur eine Grafik mit klaren Konturen ohne Farbverläufe zum Einsatz, die schwarz auf die Folie aufgedruckt wird. Fotos können hier also erstmal nicht gedruckt werden. Interessiert Du Dich für den Rasterdruck und den Druck von Farbverläufen, solltest Du hier trotzdem weiterlesen und dann besonders aufmerksam Kapitel 6 dieser Siebdruckanleitung studieren.
Zu beachten ist, dass wenn Du Dein Motiv z.B. auf dunkle Stoffe drucken möchtest, Du Dein Motiv in einem Grafikprogramm invertieren musst. Heisst: Du hast ein Motiv mit weissem Hintergrund zur Verfügung. Als Beispiel kannst Du Dir hier unten einmal das linke Bild der Hexe und dem Skelett anschauen. Dies wurde schwarz auf weißem Papier gezeichnet. Schau Dir den weißen Schädel des Skeletts an. Würden wir die Grafik so verwenden, würden der Schädel im Siebdruck auf einem schwarzen Untergrund später schwarz werden. Wir müssen das Motiv also bearbeiten und die Bereiche, die auf dem dunklen Untergrund weiss gedruckt werden sollen, vorher schwarz einfärben. Wie das genau funktioniert später in einem Video.
Hier zwei Beispiele zur Motivauswahl für den Siebdruck
Bleiben wir vorerst beim Druck des Motivs auf einen hellen Untergrund. In unserem Falle einem weissen T-Shirt. Das schwarze Motiv wird nun also auf die Folie gedruckt, um mit dieser im späteren Verlauf das Sieb zu belichten. Es ist ganz besonders zu beachten, dass die Ausdrucke auf Folie gut deckend sind, damit während des Belichtungsprozesses kein Licht durch das Motiv dringen kann. Wenn der Ausdruck nicht deckend genug ist, drucke Dein Motiv auf mehrere Folien und lege diese später übereinander. Sogenannte Passermarken können Dir helfen, die Folien später optimal auszurichten, denn diese müssen absolut exakt übereinander liegen. Passermarken können z.B. im Druckdialog von Photoshop mit ausgedruckt werden. Oft reicht es aber schon, wenn Du in den Ecken der DIN A4 Seite kleine Kreuze malst. Die Folien werden dann nach und nach exakt übereinander gelegt.
Die Beschichtung des Siebdruckrahmens

Kommen wir nun zum Siebdruckrahmen und der Fotoemulsion. Als nächstes müssen wir nun den Siebdruckrahmen vorbereiten und diesen mit der Fotoschicht (auch Kopierschicht genannt) möglichst vollständig bestreichen. Dies geht am einfachsten mit einer Emulsionsrinne, die auch in unseren Siebdruck-Sets enthalten ist.

Solltest Du über keine Emulsionsrinne verfügen, kannst Du die Fotoemulsion auch mit einem Spachtel oder Rakel auf dem Sieb verteilen. Der Vorteil einer richtigen Beschichtungsrinne liegt aber darin, dass die Fotoschicht gleichmäßig auf dem Sieb verteilt wird. Damit ist sichergestellt, dass die Schicht auf dem Sieb nicht unterschiedlich dick wird, was sowohl bei der Belichtung als auch beim späteren Druck sonst zu Problemen führen kann. Wir haben Dich gewarnt! ;-)
Wichtig beim Auftragen der Emulsion ist, dass Du diese nur unter Gelblicht verarbeitest, da Sie sonst frühzeitig belichtet und aushärtet. Nun Fülle die Emulsionsrinne mit Fotoemulsion auf, allerdings nicht randvoll. Es sollte genügen, um das komplette Sieb bestreichen zu können. Hier heißt es einfach wieder: üben!
Stelle Dein Sieb nun senkrecht auf den Tisch oder den Boden. Achte darauf, dass Du zuerst die Außenseite des Siebdruckrahmens beschichtest (Außenseite = Seite mit Bespannung). Setze mit der Emulsionsrinne wie auf dem oberen Bild gezeigt nun unten am Sieb an und lasse die Emulsion durch anwinkeln der Schiene langsam auf Dein Sieb fließen. Wenn der Kontakt erfolgt ist, ziehe die Rinne nun langsam nach oben. Wiederhole den Schritt noch einmal, vor allem wenn Dir das Ergebnis etwas ungleichmässig erscheint (Wellen oder zu wenig Emulsion). Beschichte das Sieb nun auch von der anderen Seite. Es darf nicht zu viel Emulsion auf dem Sieb haften bleiben. Die Emulsion darf unter keinen Umständen verlaufen. Ist das der Fall, ist zu viel Emulsion im Spiel. Mit einem erneuten Durchgang kannst Du zu viel Fotoemulsion auch wieder vom Sieb holen. Du kannst die Fotoschicht nun mit dem Föhn langsam trocknen oder den Rahmen zum Trocknen flach hinlegen, aber bitte nicht mit der bespannten Seite auf den Boden.Jetzt weiter zum Teil 3 der Siebdruckanleitung

