• Teil 6 grafischer Druck

    Neben verschiedenen Arten von Textilien können natürlich auch andere Materialien im Siebdruck beduckt werden. Das könen Papiere, Kartons, PVC oder auch Metalle sein. Für die unterschiedlichen Bedruckstoffe werden auch unterschiedliche Siebe und Farben nötig.

    Konrekt heisst dies, dass mit dem Gewebe für Textildruck kein feiner Siebdruck auf glatten Oberflächen, wie z.B. PVC, erfolgen kann. Allerding haben wir mit unseren 43T Rahmen schon selbst unsere eigenen Kartons bedruckt und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Doch durch den hohen Farbauftrag aufgrund des groben Gewebes kann es passieren, dass die Konturen verwischen. Darüber hinaus gilt, je feiner die Grafiken (wie z.B. kleine und feine Schriftzüge), desto feiner sollte das Siebgewebe sein. So sollte der grafische Siebdruck für feine Grafiken auf Sieben ab 75T erfolgen. Im Vergleich dazu wird beim Textildruck ein Gewebe von 27-80T verwendet. Aber auch hier gibt unterschiedliche Anwendungsfälle.

    Für die verschiedenen Bedruckstoffe werden also unterschiedliche Farben gebraucht. Nicht alle sind wasserbasierend und nicht alle sind einkomponentig. Oft muss die Farbe mit einem speziellen Härter angemischt werden. Diese Farben sind erfahrungsgemäß teurer als die Farben für den Textildruck.

    Der grafische Siebdruck ist an sich nicht komplizierter als der Druck auf Textilien. Üblich sind zudem Siebfeinheiten von 75-120T je nach Detailgrad des Motivs. Mit dem entsprechenden Siebdruckgerät, das wird bald vorstellen werden, ist auch der mehrfarbige Rasterdruck kein Problem mehr. So können auch im manuellen Siebdruck exzellente mehrfarbige Drucke erstellt werden. Wenn Du jetzt schon Farbverläufe drucken möchtest, können wir Dir Deine Motive gerne als Halbtonraster anlegen. Aber was genau ist ein Halbtonraster?

    Ein Nachtteil des Siebdrucks ist, dass Farbverläufe, wie z.B. von weiss nach schwarz, nicht direkt dargestellt werden können, da im Sieb nur zwei Zustände möglich sind. Heisst das Sieb ist entweder mit Fotoemulsion gefüllt oder nicht. Dies bedeutet, dass entweder Farbe durch das Sieb gestrichen werden kann, oder eben nicht. Transparenzen sind also nicht direkt druckbar. Es gibt trotzdem eine Möglichkeit diese Farbübergänge darzustellen, und zwar mit einem Halbtonraster. Farbverläufe werden also in Punkten unterschiedlicher Größen dargestellt. Anbei ein Bild zur Erklärung.

    Diese Grafik veranschaulicht, wie ein Farbverlauf in einzelne Punkte zerlegt wird. Je feiner das Raster, desto unauffälliger werden die kleinen Punkte im Druck. Natürlich können so auch farbige Verläufe dargestellt werden. Der Druck von Farbverläufen ist allerdings nicht ganz einfach, da hier einige Techniken zum Einsatz kommen, die ein Grafikprogramm wie Photoshop oder eine professionelle RIP Software voraussetzen. Wir können euch Eure Motive aber gerne Rastern und auf enstprechende Folien drucken. Sprecht uns einfach darauf an.

    Hier noch eine Grafik, die den finalen Druck in einem Halbtonraster gut darstellt. Dunkle Flächen werden durch größere Punkte, helle durch weniger und kleinere Punkte dargestellt. Je feiner das Raster, desto weniger auffällig werden die Punkte für das Auge.

    Geschlossen vom 17.05 bis einschl. 20.05.2012

    In dieser Zeit erfolgt kein Paketversand!

     

     

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